Am 7. Januar haben die Mitgliedsvereine des Stadtverbands der Karnevalsvereine Warstein-Rüthen-Anröchte gemeinsam über die Durchführbarkeit der Rosenmontagszüge beraten. Die Vereine sind einstimmig zu dem Ergebnis gekommen, dass die Rosenmontagszüge auf Grund der aktuellen Lage nicht sicher durchführbar sind. Daher werden die Rosenmontagszüge in Rüthen, Belecke und auch der gemeinsame RoMo-Zug von GWK und SKG von Suttrop nach Warstein leider abgesagt. „Neben vereinsinternen Beratungen haben wir uns im Vorfeld auch Meinungen von den weiteren Vereinen aus dem Stadtverband eingeholt“, berichtet Karsten Krebsbach, Präsident der KG Rüthen. Thomas Mülller, Präsident der GWK ergänzt: „Auch die Wagenbauer haben uns Feedback gegeben.

Schon der Wagenbau unter coronakonformen Bedingungen wäre nur schwierig darstellbar.“ Die Vereine sind sich außerdem einig, dass die Durchführung der Umzüge in abgespeckter Form ohne den üblichen Rahmen nicht darstellbar ist. „Zum Rosenmontagszug gehört in allen Orten auch die Abschlussparty, in Belecke und in Warstein auch mit Preisverleihung“, so Krebsbach weiter. „Auch die traditionellen Veranstaltungen an den Startpunkten, wie z.B. das Warm-Up in Suttrop könnten nicht wie gewohnt stattfinden.“ Die Rosenmontagszüge in Rüthen, Belecke und Warstein gehören seit vielen Jahren mit zu den größten Karnevalszügen im Sauerland.

„Natürlich schmerzt es und es tut uns enorm Leid für die teilnehmenden Vereine, die unzähligen Zuschauer am Straßenrand und insbesondere für die insgesamt über 4.000 aktiven Teilnehmer in den drei Umzügen“, ergänzt Christoph Sellmann, Präsident der GBK. „Wie im letzten Jahr werden die Karnevalisten aber Ihren Beitrag leisten. Die Sicherheit der Teilnehmer und Zuschauer steht für uns alle an erster Stelle.“ Eine Verschiebung in die Sommermonate, wie es zum Beispiel das Comitee Düsseldorfer Carneval anstrebt, kommt für die heimischen Karnevalisten indes nicht in Frage. „Die Session endet Aschermittwoch, so ist es Tradition und so wird es auch bei uns gelebt. Ich bin mir aber sicher, dass alle Vereine, wie auch in der letzten Session, kreativ sein werden und den Karneval – in welcher Form auch immer – auch in dieser Session aufleben lassen werden“, so Thomas Müller.

Über mögliche Alternativprogramme werden die Vereine berichten, sobald es möglich ist.